Am 1. Januar 2007 wird auf Wunsch von Papst Benedikt XVI zum 40. Mal in der gesamten Weltkirche der jährliche Welttag des Friedens begangen. Das vom Papst gewählte Leitwort rückt die Würde der menschlichen Person in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die Christen sind überzeugt, dass diese Würde darin gründet, dass der Mensch nach Gottes Bild geschaffen ist. Daher ist sie dem Menschen unverdient und unverlierbar zu eigen.
Die Würde der Person zu achten, konkretisiert sich in dem Bemühen um einen gerechten Frieden im Kleinen wie im Großen. Das Streben danach ist ohne Alternative, denn : "Eine Welt, in der den Meisten Menschen vorenthalten wird, was ein menschenwürdiges Leben ausmacht, ist nicht zukunftsfähig." (Gerechter Friede, Erklärung der deutschen Bischöfe, Bonn 2000)
Herr, allmächtiger Gott,
der Verwandlung wirkt und Neues schafft,
du Gott des väterlichen Friedens und der mütterlichen Liebe.
Unsere Herzen sind voll Hoffnung auf dich gerichtet:
Deine Kirche hat am Ufer des Mittelmeeres
die Geburtswehen und die Kinderjahre durchlebt.
Bleibe bei deiner Kirche, die weltweit wächst,
dass sie zu voller Einheit reift.
Ind ieser Zeit des Wachsens bitten wir dich um die Gabe der Verwandlung.
Erneuere in uns den Geist der Gemeinschaft.
Forme unsere Gedanken zu Gedanken der Liebe.
Schenke uns die Erfahrung deines Friedens.
Gib uns den Mut und die Beweglichkeit,
Verwandlung anzunehmen bis uns selbst und bei anderen,
bei denen, die leiden, und bei denen, die Leiden verursachen,
bei Opfern und Tätern und bei deinem ganzen Volk.
In einer Welt voller Gewalt und Hass schenke und den Mut,
Liebe und Eintracht zu säen.
Nähre in uns die Saat der Einheit und schenke uns Einsicht,
dass wir die Konflikte unter uns sehen und lösen lernen.
Bereite unseren Geist, unsere Herzen und unsere Hände,
dass wir deine Ernte einbringen. Amen
Ökumenisches Friedensgebet 2007