Februar 2007

Impuls

Ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel (Lk 2,32)

Am 2. Februar, dem Fest der Darstellung des Herrn begeht die Kirche weltweit den Tag des geweihten Lebens. Denn was wir an diesem Fest feiern, berührt alle, die ihr Leben in der Nachfolge Jesu im Ordensleben einsetzen.

Maria bringt ihr Kind in den Tempel und weiht es dem himmlischen Vater. Sie dankt ihm für die Geburt ihres Kindes und gibt ihren Sohn gleichsam frei für seinen Auftrag in dieser Welt. Da geht dem greisen Simeon ein Licht auf und er erkennt in diesem Kind das Licht der Welt.

Das ist die Berufung der Ordensleute: das Liebste herschenken und mit der ganzen Existenz auf Christus hinweisen, damit die Welt mit ihren Dunkelheiten in ihm Erleuchtung findet.

Gebet

Herr, gib mir die Freiheit deiner gebundenen Hände.

Gib mir die Ohnmacht, gib mir die Macht, gib mir die Freiheit deiner gebundenen Hände, damti ich nichts anderes habe als dich und so das einzige weitergebe, was es weiterzugeben gilt: dich und deine Liebe.

Herr, gib mir die Freiheit des Gehorsams, der sich bindet an dich und deine gebundenen Hände und an jene, die auch in meiner konkreten Gemeinschaft mir die Hände binden, damit ich nicht meinen Willen suche, sondern den deinen.

Herr, binde meine Hände an die ausschließliche Liebe zu dir allein, damit ich so die Freiheit deiner Liebe lebe, die keine Grenzen kennt.

Herr, binde mich an meine Gemeinschaft: noch so klein, noch so schwach, noch so problematisch. Herr, binde mich, damit ich dort leben und dort den Raum schaffe, in meiner Gebundenheit für dein neues Ostern und dein neues Pfingsten in meiner Gemeinschaft und in der ganzen Kirche.

Herr, ich bitte dich, gib mir die Freiheit deiner gebundenen Hände.

Amen

 

nach Bischof Klaus Hemmerle (leicht gekürzt)

Beten in den Anliegen der Weltkirche

Wir beten im Februar gemeinsam mit dem Hl. Vater

- dass die für alle Menschen geschaffenen Güter der Erde gerecht und solidarisch genutzt werden.

- dass die Krankheiten und Epidemien in der Dritten Welt von den Regierungen weltweit gemeinsam bekämpft werden.