Suggeriert die Parallelität »Heiligste Herzen Jesu und Mariens« nicht eine Gleichstellung des Gottessohnes mit einem Menschen? Und ist eine solche Heraushebung Mariens für eine monotheistische Religion wie das Christentum nicht problematisch?

P. Peter Wegener beantwortet hier eine von zahlreichen Fragen, die während der Fahrrad-Route (Ostern 2006) gestellt wurden.

In der Tat, die Nennung der beiden Herzen Jesu und Mariens im Namen der Gemeinschaft legt auf den ersten Blick auch eine Gleichstellung nahe. Das ist – und war, so weit ich die Geschichte unserer Gemeinschaft kenne – aber nicht so gemeint. »Wir betrachten, leben und verkünden die gekreuzigte Liebe Gottes«, so formuliert unsere Ordensregel die Sendung der Gemeinschaft. Die gekreuzigte Liebe Gottes: Das ist Jesus mit seinem Leben und seiner Botschaft, mit seinem Tod und seiner Auferstehung. Und weiter heißt es im ersten Kapitel der Ordensregel: »Maria war in einzigartiger Weise mit diesem Geheimnis des menschgewordenen Gottes und seinem Erlösungswerk verbunden: Das kommt in der Einheit des Herzens Jesu mit dem Herzen Mariens zum Ausdruck.« Bildlich dargestellt ist diese enge Verbindung in der 13. Station des von Peter Hecker 1933 geschaffenen Kreuzwegs in der Arnsteiner Klosterkirche: Maria hält den toten Jesus im Arm, und ihre beiden Gesichter bilden ein einziges. Aber trotz dieser Nähe und dieser Einheit ist und bleibt Maria Mensch und ist nicht Teil des dreifaltigen Gottes. In unserer Ordensgemeinschaft wird sie als Schutzherrin verehrt. Sie ist uns Vorbild im Glauben an die Liebe Gottes und Mitpilgerin auf unserem Weg in der Nachfolge Jesu.

Fragen Sie uns

UND WAS KOMMT NACH DEM ENDE?

 

Der »zornige« Gott und der »liebende« Gott – wie passt das zusammen?

 

Anbetung – Was ist das eigentlich?

 

Wird die Welt nicht friedlicher, wenn der Glaube an den einen Gott aus ihr verschwindet?

 

Interreligiöser Dialog der falsche Weg?

 

Ist Jesus bei der Auferstehung ins leibliche Leben zurückgekehrt? Die Apostel können ihn doch sehen. Wie kann man sich das vorstellen?

 

Wer hat denn Ihre Ordensgemeinschaft gegründet? Coudrin? – Noch nie gehört!

 

Suggeriert die Parallelität »Heiligste Herzen Jesu und Mariens« nicht eine Gleichstellung des Gottessohnes mit einem Menschen? Und ist eine solche Heraushebung Mariens für eine monotheistische Religion wie das Christentum nicht problematisch?

 

Was ist das Besondere, das Spezifische der Arnsteiner Patres – das Charisma oder die Aufgabenstellung, durch die sie sich von anderen Ordensgemeinschaften unterscheiden?

 

Zu den Arnsteiner Patres gehören ja auch Brüder ohne Priesterweihe und Theologiestudium. Welche Aufgaben haben sie in den Häusern und in der Ordensgemeinschaft insgesamt?

 

In einigen Orden verbringt man sein ganzes Leben in einem Kloster, in anderen wechseln die Brüder in ziemlich regelmäßigen Abständen immer wieder Ort und Aufgabe. Wie ist das bei den Arnsteiner Patres, und welchen Hintergrund hat das?

 

Wie leben Sie eigentlich als Patres in Arnstein? Wie groß ist Ihr Zimmer? Gibt es persönlichen Besitz bei Ordensleuten?

 

Für die umstrittene Serie »Popetown« des Musiksenders MTV wurde vor Ostern mit einer »Jesus-Karikatur« geworben. Was halten Sie von dieser Anzeige? Muss die Kirche nicht gegen so etwas protestieren?

 

Was ist das für ein Gott, der soviel Unglück und Leid zulässt?