Was ist das Besondere, das Spezifische der Arnsteiner Patres – das Charisma oder die Aufgabenstellung, durch die sie sich von anderen Ordensgemeinschaften unterscheiden?

P. Peter Wegener beantwortet hier eine von zahlreichen Fragen, die während der Fahrrad-Route (Ostern 2006) gestellt wurden.

Ich weiß gar nicht, auf wen das Wort zurückgeht: »Wir waren von Anfang an ein Gemischtwarenladen.« Dieser Satz macht deutlich, dass unsere Gemeinschaft nie einen spezifischen Auftrag in der Seelsorge gehabt hat. Andere Ordensgemeinschaften aus dem 19. Jahrhundert haben da eindeutigere Zielsetzungen: Krankenpflege, Erziehung der Jugend oder Mission beispielsweise. Als Pierre Coudrin und Henriette Aymer 1800 unsere Ordensgemeinschaft gründeten, hatten sie vor allem ein Ziel: Die von der Französischen Revolution gebeutelte Kirche Frankreichs wieder aufbauen zu helfen. Sie kümmerten sich um die religiöse Erziehung von jungen Menschen, hielten Volksmissionen in Pfarrgemeinden und waren vor allem da, wo Not in der Kirche war. Sehr bald wurde auch Wirklichkeit, was eine »Vision« von Pierre Coudrin war: das Evangelium bis an die Grenzen der Erde zu bringen. Keine 30 Jahre nach der Gründung waren die ersten Brüder auf Hawaii, um dort das Evangelium zu verkünden.

 

Von diesem Anfang her leiten sich einige Aufgaben ab, die in unserer Arbeit in Deutschland eine wichtige Rolle spielen. So gründeten die Arnsteiner zwei Gymnasien (1920 in Lahnstein und 1955 in Werne) und 1983 die Jugendbegegnungsstätte in Arnstein, wo sie sich um die Erziehung und die religiöse Bildung der Jugend kümmern. Missionarisch tätig sind und waren deutsche Mitbrüder in Argentinien, Chile und Norwegen. Durch die Arbeit in den verschiedenen Feldern der Seelsorge unterstützen wir als Gemeinschaft die Sendung der Kirche in den Diözesen Trier, Limburg und Münster.

 

Zum Teil unterscheiden uns diese Aufgaben von anderen Gemeinschaften, sie besitzen aber keine Exklusivität. Ebenso gehört uns die Spiritualität unserer Gemeinschaft – den Menschen Jesus als den zu verkünden, in dem Gottes Liebe auf unserer Erde Mensch wurde – nicht allein. Andere Gemeinschaften, wie die Herz-Jesu-Priester und die Herz-Jesu-Missionare, sind uns von ihrer Ausrichtung her sehr nahe. Zwischen den Ordensgemeinschaften besteht aber kein Konkurrenzverhältnis; jede Gemeinschaft bringt etwas Besonderes in das Leben der Kirche ein und bereichert es auf ihre Weise.

Fragen Sie uns

UND WAS KOMMT NACH DEM ENDE?

 

Der »zornige« Gott und der »liebende« Gott – wie passt das zusammen?

 

Anbetung – Was ist das eigentlich?

 

Wird die Welt nicht friedlicher, wenn der Glaube an den einen Gott aus ihr verschwindet?

 

Interreligiöser Dialog der falsche Weg?

 

Ist Jesus bei der Auferstehung ins leibliche Leben zurückgekehrt? Die Apostel können ihn doch sehen. Wie kann man sich das vorstellen?

 

Wer hat denn Ihre Ordensgemeinschaft gegründet? Coudrin? – Noch nie gehört!

 

Suggeriert die Parallelität »Heiligste Herzen Jesu und Mariens« nicht eine Gleichstellung des Gottessohnes mit einem Menschen? Und ist eine solche Heraushebung Mariens für eine monotheistische Religion wie das Christentum nicht problematisch?

 

Was ist das Besondere, das Spezifische der Arnsteiner Patres – das Charisma oder die Aufgabenstellung, durch die sie sich von anderen Ordensgemeinschaften unterscheiden?

 

Zu den Arnsteiner Patres gehören ja auch Brüder ohne Priesterweihe und Theologiestudium. Welche Aufgaben haben sie in den Häusern und in der Ordensgemeinschaft insgesamt?

 

In einigen Orden verbringt man sein ganzes Leben in einem Kloster, in anderen wechseln die Brüder in ziemlich regelmäßigen Abständen immer wieder Ort und Aufgabe. Wie ist das bei den Arnsteiner Patres, und welchen Hintergrund hat das?

 

Wie leben Sie eigentlich als Patres in Arnstein? Wie groß ist Ihr Zimmer? Gibt es persönlichen Besitz bei Ordensleuten?

 

Für die umstrittene Serie »Popetown« des Musiksenders MTV wurde vor Ostern mit einer »Jesus-Karikatur« geworben. Was halten Sie von dieser Anzeige? Muss die Kirche nicht gegen so etwas protestieren?

 

Was ist das für ein Gott, der soviel Unglück und Leid zulässt?