Wie leben Sie eigentlich als Patres in Arnstein? Wie groß ist Ihr Zimmer? Gibt es persönlichen Besitz bei Ordensleuten?

P. Peter Wegener beantwortet hier die Frage eines Schülers des Johannes-Gymnasiums in Lahnstein.

Das sind ja eigentlich gleich mehrere Fragen auf einmal. Im Kloster Arnstein leben wir im Grunde genauso wie in den anderen Klöstern unserer Gemeinschaft auch: Da gibt es die gemeinschaftlich genutzten Räume wie das Refektorium genannte Esszimmer und das Wohnzimmer, wo wir abends zusammensitzen. Und natürlich die Kapelle für den Gottesdienst und das gemeinsame Gebet. Dazu hat jeder sein eigenes Zimmer – die sind seit der letzten Renovierung in Arnstein allerdings schon recht geräumig. Da ist Platz für Schreibtisch und Bett, Kleiderschrank und Regale und für eine kleine Sitzgruppe. Und zu jedem Zimmer gehört in Arnstein heute ein eigenes kleines Badezimmer. Das Bild der kleinen, spärlich eingerichteten Klosterzelle trifft da nicht mehr zu.

 

Was aber den persönlichen Besitz betrifft – da kommt unser Gelübde der Armut ins Spiel. Mit diesem Versprechen verpflichten wir uns zu einer umfassenden Gütergemeinschaft innerhalb des Ordens. Allen gehört alles, so könnte man das formulieren. Und damit gehört niemandem etwas persönlich. Natürlich gibt es da Ausnahmen: Hose und Hemd sind kein Gemeinschaftsbesitz. Oder auch kleinere Dinge, die man persönlich geschenkt bekommen hat, wie eine Armbanduhr oder Ähnliches.

 

Aber bei »größeren« Dingen sieht das anders aus: Ein Auto oder ein Computer sind nach der Regel Gemeinschaftsbesitz, auch wenn sie einem bestimmten Mitbruder persönlich zur Verfügung stehen. Die Gütergemeinschaft bedeutet auch, dass niemand ein eigenes Einkommen hat. Das Geld, das die Mitbrüder verdienen, zum Beispiel durch ihre Tätigkeit als Lehrer oder Pfarrer, fließt in die Gemeinschaftskasse, aus der dann auch die Ausgaben für die Einzelnen und für die Gemeinschaft getätigt werden. Und aus der Gemeinschaftskasse bekommt auch jeder monatlich ein »Taschengeld«, über dessen Verwendung er aber am Monatsende der Gemeinschaft Rechenschaft ablegt.

Fragen Sie uns

UND WAS KOMMT NACH DEM ENDE?

 

Der »zornige« Gott und der »liebende« Gott – wie passt das zusammen?

 

Anbetung – Was ist das eigentlich?

 

Wird die Welt nicht friedlicher, wenn der Glaube an den einen Gott aus ihr verschwindet?

 

Interreligiöser Dialog der falsche Weg?

 

Ist Jesus bei der Auferstehung ins leibliche Leben zurückgekehrt? Die Apostel können ihn doch sehen. Wie kann man sich das vorstellen?

 

Wer hat denn Ihre Ordensgemeinschaft gegründet? Coudrin? – Noch nie gehört!

 

Suggeriert die Parallelität »Heiligste Herzen Jesu und Mariens« nicht eine Gleichstellung des Gottessohnes mit einem Menschen? Und ist eine solche Heraushebung Mariens für eine monotheistische Religion wie das Christentum nicht problematisch?

 

Was ist das Besondere, das Spezifische der Arnsteiner Patres – das Charisma oder die Aufgabenstellung, durch die sie sich von anderen Ordensgemeinschaften unterscheiden?

 

Zu den Arnsteiner Patres gehören ja auch Brüder ohne Priesterweihe und Theologiestudium. Welche Aufgaben haben sie in den Häusern und in der Ordensgemeinschaft insgesamt?

 

In einigen Orden verbringt man sein ganzes Leben in einem Kloster, in anderen wechseln die Brüder in ziemlich regelmäßigen Abständen immer wieder Ort und Aufgabe. Wie ist das bei den Arnsteiner Patres, und welchen Hintergrund hat das?

 

Wie leben Sie eigentlich als Patres in Arnstein? Wie groß ist Ihr Zimmer? Gibt es persönlichen Besitz bei Ordensleuten?

 

Für die umstrittene Serie »Popetown« des Musiksenders MTV wurde vor Ostern mit einer »Jesus-Karikatur« geworben. Was halten Sie von dieser Anzeige? Muss die Kirche nicht gegen so etwas protestieren?

 

Was ist das für ein Gott, der soviel Unglück und Leid zulässt?