Für die umstrittene Serie »Popetown« des Musiksenders MTV wurde vor Ostern mit einer »Jesus-Karikatur« geworben. Was halten Sie von dieser Anzeige? Muss die Kirche nicht gegen so etwas protestieren?

P. Peter Wegener beantwortet hier die Frage einer Schülerin des Johannes-Gymnasiums in Lahnstein.

Du meinst die Anzeige, die in einigen Fernsehzeitungen erschienen ist: Im Hintergrund das leere Kreuz, und im Vordergrund sitzt der gekreuzigte Christus lachend im Sessel und sieht fern. Und darüber steht: »Lachen statt rumhängen«.

 

Ich habe diese Anzeige zum ersten Mal zufällig ausgerechnet am Karfreitag gesehen. Dem Tag, an dem wir Christen des Kreuzestodes Jesu gedenken, der Symbol der Erlösung für uns Menschen ist. Aber nicht nur, weil es der Karfreitag war, hat mich dieses Bild getroffen. In der letzten Zeit war in der Diskussion um die Mohammed-Karikaturen oft die Rede von der Verletzung religiöser Gefühle. Hier ist mir mal wieder aufgegangen, dass das keine Floskel ist. Es verletzt, wenn man das, was einem im Leben heilig ist, so dargestellt sieht – zu billigen Werbezwecken.

 

Ich fand es gut, dass sich unter vielen Christen ziemlich schnell der Protest geregt hat. Auch wenn dieser Protest nicht verhindert hat, dass die Serie »Popetown« bei MTV ausgestrahlt wird. Aber immerhin hat er dem Sender eine Rüge für diese Art der Werbung eingetragen, und MTV hat diese Werbung dann auch zurückgezogen. Gefreut hat mich auch, dass dieser Protest nicht zuerst von der Amtskirche geführt wurde, sondern dass sich Laien dafür stark gemacht haben. Und das über die Grenzen der Konfessionen hinweg, obwohl es sich bei »Popetown« ja um eine Papstsatire handelt.

 

Solcher Protest lenkt immer auch zusätzliche Aufmerksamkeit auf die Sache, gegen die man sich wehrt, leider. Aber er hat auch gezeigt, dass viele Menschen bereit sind, sich in Fragen ihres Glaubens zu engagieren. Und wo Menschen das tun, da gibt Kirche ein gutes Bild ab.

Fragen Sie uns

UND WAS KOMMT NACH DEM ENDE?

 

Der »zornige« Gott und der »liebende« Gott – wie passt das zusammen?

 

Anbetung – Was ist das eigentlich?

 

Wird die Welt nicht friedlicher, wenn der Glaube an den einen Gott aus ihr verschwindet?

 

Interreligiöser Dialog der falsche Weg?

 

Ist Jesus bei der Auferstehung ins leibliche Leben zurückgekehrt? Die Apostel können ihn doch sehen. Wie kann man sich das vorstellen?

 

Wer hat denn Ihre Ordensgemeinschaft gegründet? Coudrin? – Noch nie gehört!

 

Suggeriert die Parallelität »Heiligste Herzen Jesu und Mariens« nicht eine Gleichstellung des Gottessohnes mit einem Menschen? Und ist eine solche Heraushebung Mariens für eine monotheistische Religion wie das Christentum nicht problematisch?

 

Was ist das Besondere, das Spezifische der Arnsteiner Patres – das Charisma oder die Aufgabenstellung, durch die sie sich von anderen Ordensgemeinschaften unterscheiden?

 

Zu den Arnsteiner Patres gehören ja auch Brüder ohne Priesterweihe und Theologiestudium. Welche Aufgaben haben sie in den Häusern und in der Ordensgemeinschaft insgesamt?

 

In einigen Orden verbringt man sein ganzes Leben in einem Kloster, in anderen wechseln die Brüder in ziemlich regelmäßigen Abständen immer wieder Ort und Aufgabe. Wie ist das bei den Arnsteiner Patres, und welchen Hintergrund hat das?

 

Wie leben Sie eigentlich als Patres in Arnstein? Wie groß ist Ihr Zimmer? Gibt es persönlichen Besitz bei Ordensleuten?

 

Für die umstrittene Serie »Popetown« des Musiksenders MTV wurde vor Ostern mit einer »Jesus-Karikatur« geworben. Was halten Sie von dieser Anzeige? Muss die Kirche nicht gegen so etwas protestieren?

 

Was ist das für ein Gott, der soviel Unglück und Leid zulässt?