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Impuls zum 11. Sonntag im Jahreskreis

13. Juni 2021 – Evangelium Markus 4,26–34

Wider die Resignation

Es macht Mut – dieses Evangelium vom Sämann. Mut an einer Stelle, die  verwundbar macht: Resignation. Coronapandemie,  Klimakatastrophe, weltweites Elend von Menschen auf der Flucht und in  Kriegsgebieten, korrupte Diktatoren, die Bevölkerungen in brutalster Geiselhaft halten, Kindesmissbrauch selbst in „heiligsten Räumen“, häusliche Gewalt, Verbrechen gegen die Menschlichkeit in nie gekanntem Ausmaß  sind Erfahrungen, die den Mut nehmen können, sich weiterhin einzusetzen für eine bessere, gerechtere, zivilisierte Welt; biblisch ausgedrückt: für das Reich Gottes.

»Mit dem Reich Gottes ist es so wie, wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät«, sagt Jesus.  Alle haben ihren Acker. Den Lebensacker. Ihn gilt es zu  be-ackern und zu gestalten. Er ist das Stück Welt, für das jeder und jede die persönliche Verantwortung trägt.

Die Botschaft des Evangeliums: Trotz allem was ist und wie es ist – ob in Kirchen oder Gesellschaft: Nicht Schwarzmalen und nicht Schwarzsehen. Auf dem Weg bleiben. Nicht aufgeben. Säen, wachsen und sich entfalten lassen. Das Säen nicht verwechseln mit dem Ernten. In Gelassenheit und mit Vertrauen anderen überlassen, das zu ernten, was gesät wurde; so wie wir mit Selbstverständlichkeit ernten, was von anderen gesät worden ist. Säen ist Geben ohne zu zählen. Ohne zu rechnen, auch, wenn vieles nicht aufgeht.  Dazu will Gott uns Mut machen. Und Mut bedeutet: Träge Faulheit, Ängste, Skrupel, Perfektionismus, Überverantwortlichkeit,  Allmachtsfantasien und Verschwörungstheorien »zum Teufel« jagen. Das Tun, was dran und wie es uns möglich ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Alles andere Gott überlassen. Ihm, von dem alles Leben kommt, und der es trotz aller Missernten, über alles Sterben und alle Untergänge hinweg heim-holt. Er, von dem alles Leben ausgeht und zuhause ist. Am Ende nicht Untergang: Aufgang.

Hans-Ulrich Willms SSCC

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Zur Zeit können geplante Termine nicht aufrecht erhalten werden, da niemand weiß wie sich die gesundheitliche Lage im Land und in der Welt entwickelt. Sobald es wieder möglich ist zu planen, stellen wir den Terminkalender neu ein.

Mit solidarischen und mutmachenden Grüßen - Arnsteiner Patres.